HauptseiteAus AskendiaWillkommen! Schön, dass du zu uns gefunden hast. Sieh' dich ruhig um! :) Achtung Aktuelles24. Juni 2010 EinleitungVor schier endlosen Äonen, nachdem sich die Alten Götter untereinander zerrieben hatten und auslöschten, hob Atreyu, als zuletzt verbliebener der Alten, die Trümmer der Ersten Welt empor. Aus ihnen schuf er nach Vorbild der vergangenen Zeiten die Welt Askendia. Da er den Tod über alles fürchtete, waren die Kreaturen der Welt weder fähig, sich zu vermehren und zu altern, noch zu sterben.Einige Zeit verstrich, doch irgendwann wurde sich Atreyu bewusst, dass er der endlosen Trauer und seinem Schmerz über den Verlust seinesgleichen und der Ersten Welt nicht mehr Herr wurde. Ewigkeiten verstrichen und mit jedem weiteren Tag holte ihn die Vergangenheit zunehmendst ein, die ihn zu verschlingen drohte. "Du kannst das alles beenden, Atreyu. Du musst nur einen kleinen Schritt gehen". Er kannte diesen Satz. In aufkeimender Erkenntnis und panischer Furcht vor jenem, der dies einst gesagt hatte, konnte Atreyu es nicht länger ertragen, in dieser Welt zu weilen. Diese alten Dinge hatten ihn mittlerweile viel zu lange geplagt und er entschloss sich, die Welt seinen Kindern zu überlassen und sich selbst dem Schlaf hinzugeben.
Er bettete sich wenig später in der Gottkammer Gav zum Schlaf, durch den er hoffte, endlich alles vergessen zu können und wünschte, dass sein Name ebenso in Vergessenheit geraten und durch Vishnu ersetzt werden solle. Atreyus Verschwinden aus dem Diesseits war ein schwerer Verlust für seine Kinder, musste aber so hingenommen werden. Weitere Jahrtausende verstrichen, in denen viel und gleichzeitig doch wieder wenig geschah. Bis zu dem Tage, an dem sich Atreyus Töchtern gewahr wurden, dass etwas mit ihrem Bruder Angroth nicht stimmte.Angroth - seit jeher bedürftig darauf, Antworten auf viele seiner Fragen zu bekommen - schien sich mit etwas zu beschäftigen, dass derart böse und auch selbstzerstörerisch für ihn selbst war, dass er drohte, daran zu zerbrechen. Und dann bildete sich noch dieser seltsame Riss im Meer, der sämtliches Licht in seiner Nähe ins Gegenteil verdrehte. Atreyus Töchter hielten es für unabdingbar, Angroth direkt damit zu konfrontieren. Dieser wollte jedoch nichts davon wissen und ging seinen Schwestern aus dem Weg. Dass es um die Welt alles andere als gut stand, war für die Göttinnen spätestens dann klar, als der Kontinent Scion im Meer versank und drohte, Messina mit sich in die Fluten zu reißen. Außerdem war da noch etwas anderes, was das weltliche Gefüge bedrohte. Die Göttinnen fanden den "Übeltäter" im Hochgebirge von Pendra in Form eines Volkes, das bislang nie in dieser Welt existiert hatte: Menschen. Die Tatsache, dass sich diese Menschen vermehrten, war - so banal das auch klingt - schlecht; denn das Kontingent an Seelen war begrenzt und Atreyus Töchter hatten keine Möglichkeit, neue zu schaffen. Es würden also vermehrt Abnormitäten und Monstrositäten in die Welt gesetzt werden, was auf Dauer das Gefüge erheblich stören würde. Erbost über diese Anmaßung uferte der eigentlich friedvoll ersonnene Besuch der Göttinnen zu einem giftigen Disput zwischen ihnen und den Trakaii und schließlich dann zum Krieg aus. Einen, den sie zu ihrer eigenen Überraschung verloren. Die Bedrängnis der Göttinnen vergrößerte sich, als sie davon erfuhren, dass die Nachkommen der Trakaii tatsächlich zu Monstrositäten verkommen waren. Sie brauchten dringend die Hilfe von Angroth, um der Gefahr, die sich anbahnte, Herr zu werden. In einem Augenblick seiner eigenen Unachtsamkeit heraus brachte Tiamat ihn auf Anraten einer unbekannten Stimme in ihrem Geist um, in der Hoffnung, dass das, was von Angroth über all die Zeit gerufen wurde, diese Welt niemals betreten könne. Leider war ihre Anstrengung vergebens. Angroth hauchte zwar sein Leben aus, allerdings schien das, was da beschworen worden war, in keinster Weise davon beeindruckt zu sein. Während Tiamat zusah, wie das uralte Übel aus der Spalte im Meer ausbrach, die ganze Welt überrollte und alles, was je geschaffen worden war, vernichtete, verfiel sie dem Wahnsinn. Atreyu erwachte wie durch einen Ruck aus seinem schon so lange anhaltenden Schlaf. Nur durch Einsetzen all seiner Kraft schaffte er es, die uralte Entität zurück in die Spalte im Meer zu drängen, um von der Welt abzulassen, konnte jedoch nichts dagegen tun, dass sie Dasbis mitsamt der Seelenkammer und seinem toten Sohn darin mit sich in die Tiefe der von Derbnis zerfressenen Gren'Asrotk-Spalte riss. Atreyu hatte nur wenig Zeit zur Trauer. Er musste sich um die Genesung seiner schwer mitgenommenen, verbliebenen Kinder kümmern und die Welt reparieren. Es dauerte sehr lange für den geschwächten Gottvater, ehe alles wieder so war wie zuvor und er büßte einen Großteil seiner einst immensen Macht für immer ein. Nur eines war immer noch anders: das fremde Volk, dessen Nachkommen keine Seelen bekamen. Das Kontingent an freien Seelen war mittlerweile durch die Vermehrung der Trakaii vollends aufgebraucht und wie deren Nachkommen kam auch Taya'an seelenlos zur Welt. Taya'an selbst wurde durch einen großen Splitter aus dem Schwarzen Stein perfektioniert und zum Leben erweckt. Atreyu entschloss, die bisher vorhandenen Seelen nach dem Tode ihrer Körper rein zu waschen und erneut zu verwenden, da ihm die Kraft fehlte, neue Seelen zu schaffen. Das System einer seelischen Reinkarnation schien dabei die beste Lösung der Probleme zu sein. Da sich innerhalb Lexus' besagter Schwarzer Stein befand, der die Seelen wie ein Magnet anzog, aber auch jegliche Derbnis von der Kammer selbst fern hielt, überreichte Atreyu seinem Ziehsohn Taya'an einen weiteren Splitter eben jenes Steines. Der Tod sollte "in Betrieb" genommen aber dennoch so weit von der Welt fern gehalten werden, wie nur möglich und somit spielte ihm der Schwarze Stein sogar noch zu: der Tod war weit weg und die Seelen gleichzeitig sicher. Taya'ans Aufgabe fiel recht einfach aus: die Seelen sterbender Wesen einsammeln und dem Seelenstein, den er um den Hals trug, zuführen, welcher sie wiederum auf direktem Weg nach Lexus zum Hauptstein schickte. In der folgenden Zeit versuchte Atreyu immer wieder, die Seelenkammer aus der Spalte zu bergen. Doch er musste schnell feststellen, dass er durch das Zurückschlagen des Vernichters und die darauffolgende Reanimierung der Welt zu schwach geworden war. Die Jahre verstrichen wieder und viele Dinge geschahen, sowohl im Guten wie auch im Schlechten. Die Trakaii wurden von Tiamat, Voliana und Kaalea besiegt und ihre Überlebenden in alle Richtungen verstreut; und der Niedere Gott Geshtarr schuf seine ganz eigene Geschichte, welcher jene des Reloran nachfolgte. Doch so stark Atreyu, der bei allen Sterblichen der Welt als Vishnu bekannt geworden war, versuchte, alles im Lot zu halten und nichts dem Zufall zu überlassen, so erkannte er sehr bald eines ganz deutlich: etwas stimmte nicht. Irgendwas saß dort unten; lauerte und plante. Wie ein Geschwür, das nur darauf wartete, seinen Wirt umzubringen.Etwa 7.000 Jahre nach Neuschaffung der Welt entkam dieses alte Übel schließlich, fiel über die Seelenkammer her und befreite dabei etwas anderes. Etwas altes, das Atreyu mehr fürchtete, als den Verlust seiner Welt ansich. Ihm wurde schnell eines bewusst: "Ich kann nicht davonlaufen. Er zieht dich an, lullt dich ein. Bis er dich in den Abgrund stößt". |











